Was macht die Chili so scharf ? ...angeblich ist das sogenannte Capsaicin dafür verantwortlich. Der "Scharfmacher" ist ein farbloser, geschmackloser, robuster Wirkstoff, der sich durch Erhitzen und Tieffrieren nicht "ausmerzen" lässt. Die Schärfe wird nicht, wie üblich angenommen, durch die Geschmacksnerven übermittelt, sondern mit den Schmerz-Nerven (auch Chili-Rezeptor genannt) im Mund aufgenommen. Durch den Genuss wird dem Gehirn ein Schmerz vorgespielt und dadurch wird eine Auschüttung von Schmerzkillern angeregt. Dieser Überschuß von Endorphinen erzeugt deswegen die gewissen Glückshormone, und bei hohen "Schärfedosen" kann es durchaus zum Andrealinschub kommen.

Sind Chilis etwa gesund ? ...die roten Schoten enthalten außer Höchstmengen an Vitamin C auch noch sehr viele andere Vitamine wie Betacarotin, B1, B2, B6 und als einzige Gemüseart auch Vitamin P. Es ist wissenschaftlich belegt, dass die in den Chilies enthaltene Schärfe die Geschmacksnerven mobilisiert und sogar zu einer Geschmacksverstärkung führen. Die Schärfe der Chili verringert zudem deutlich den "nötigen" Salzinhalt im Essen und wird sogar als Salzersatz anerkannt. Zudem beeinflusst die Schote auch positiv die Verdauung und den Stoffwechsel. Interessant ist, dass der Stoff Capsaicin auch schon in Schmerzmitteln, Wundsalben, ABC-Plastern und zur Verringerung von Thrombozyten eingesetzt wird.

Macht scharf scharf ? ...dass Sellerie, Trüffel, Kakao, Ingwer, Zimt, Wein, viele Gewürze, Austern oder sogar Haiflossen (?) und auch Chilis (die Liste wäre noch lang) als Potenzmittel verantwortlich für ein gute "Durchblutung" sind, sei hier dahingestellt. ...allenfalls haben sie vielleicht eine stimulierende Wirkung, sonst bleibt das beste Aphrodisiakum immer noch... der Kopf. Laut Aussage von einem Chilihändler, seien Frauen chiligenießender Männer besonders glücklich zu schätzen. Eines ist sicher, geil sind die Pfefferschoten jedenfalls...!

Machen Chilis süchtig ? ...in einer Form bestimmt. Mit der Ausschüttung von Opiaten ist immer mit einer Abhängigkeit verbunden. Die Schärfe verschafft dem Genießer eine Endorphinausschüttung, die seine Depressionen und Ängste bekämpft. Die Lust an scharfen Chilis und dem damit verbundenen angenehmen Zustand, man spricht sogar vom einem "Chil-High", zeigt, dass eine Gewöhnung möglich ist.